EIN NEUER ZUG IM KREIS e.V. - Die Geschichte der Voralbbahn

Die Voralbbahn

Die Voralbbahn

Göppingen - Bad Boll

Göppingen - Bad Boll

 

 Die Geschichte

 
Der Gemeinde Boll war an einem Bahnanschluss gelegen, um ihren Kurgästen eine bessere Anreisemöglichkeit bieten zu können.

1901 wurde in Boll ein „Eisenbahnkomitee“ gegründet, das bis 1904 einen ersten Plan für eine Strecke von Göppingen nach Boll ausarbeitete. Der Plan wurde zunächst abgelehnt, weil die Einführung in den Göppinger Bahnhof für zu aufwändig gehalten wurde. Aber im Rahmen des Baus der 1912 eröffneten Hohenstaufenbahn von Göppingen nach Schwäbisch Gmünd wurde der Bahnhof ohnehin umgebaut und dabei die Strecke nach Boll bedacht.

1913 wurde der Bau einer Normalspurbahn nach Boll bewilligt. Der Erste Weltkrieg verzögerte den Bau, erst nach seinem Ende konnte damit begonnen werden.

Im Mai 1926 fuhren die ersten Züge. Zunächst übernahmen die Güterzüge auch die Personenbeförderung, und so betrug die Fahrtzeit 87 Minuten. Durch Einführung reiner Personenzüge konnte sie in der Folgezeit auf 50 Minuten verkürzt werden. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Strecke ohne Schäden.

Ab 1952 wurden Schienenbusse eingesetzt, und die letzte planmäßige Dampflokomotive fuhr 1965. 1972 konnte eine Fahrtzeit von 25 Minuten erreicht werden. Dies konnte jedoch den Fahrgastrückgang nicht aufhalten: zu Mitte der 60er Jahre benutzten täglich über 2.500 Personen die Bahn, 1985 nur noch über 1000.

1975 wurde der Bahnbetrieb Samstag nachmittags, sonn- und feiertags eingestellt und stattdessen wurden Bahnbusse eingesetzt. Eine Einstellung des Personenverkehrs wurde absehbar. Der Landkreis Göppingen und die Anliegergemeinden gaben Studien zur Erhöhung der Attraktivität in Auftrag. Maßnahmen wie ein Taktverkehr, Optimierung der Umsteigemöglichkeiten von Anschlussbussen und zu anderen Zügen in Göppingen, zusätzliche Haltepunkte und günstigere Platzierung einzelner Haltepunkte sollten helfen, ein größeres Fahrgastpotenzial zu erschließen. Es gelang jedoch nicht, für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen.

Am 27. Mai 1989 fuhr der letzte fahrplanmäßige Personenzug. Mit Wirkung zum 15. Dezember 1997 wurde die Streckeninfrastruktur formell stillgelegt, nachdem ein Verkauf per Ausschreibung fehlgeschlagen war. Die Streckengleise wurden aber nicht abgebaut.

Der Verein EIN NEUER ZUG IM KREIS e.V. bemüht sich um eine Wiederaufnahme des Verkehrs.

Der Regionalverkehrsplan der Region Stuttgart von 2001 hat den Aufbau einer Schienenverbindung zwischen Göppingen und Kirchheim unter Teck mit Verbindung der Trassen der Boller Bahn und der Teckbahn unter „Hohe Dringlichkeit“ eingestuft. Zur Realisierung wurden jedoch bislang keine Maßnahmen ergriffen.

Geschichte
im Detail
verfasst von Michael Ott

Mit Engagement und Akribie befasste sich Michael Ott mit der Geschichte der Boller Bahn.

Die folgenden Aufsätze geben ein umfassendes Bild der Entwicklung von der ersten Planung bis zur vorläufigen Stilllegung im Jahr 1989

Edition 1
Die Planungsphase seit 1899

Edition 2
1912 Expose von Dr. Keck

Edition 3
Das Endstadium der Planung

Edition 4
1926 Streckenbeschreibung

Edition 5
Die Eröffnung 1926

Edition 6
Fünf Jahrzehnte
Betriebsalltag

Edition 7
Auf dem Weg zur Stilllegung

Edition 8
Vorläufiger Abschied

Edition 9
Tourismus und Sonderzüge

Edition 10
Bahnhöfe und Gleisanschlüsse


 

 

 

 

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