Die Voralbbahn

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Göppingen - Bad Boll

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 Archiv 2006

 

Neues von der Gleisrotte
10 Jahre EIN NEUER ZUG IM KREIS e.V.

Von Burenziegen und anderen Helfern

Wenn ab Oktober das Thema Rottenarbeit bei den Aktiven des Fördervereines aktuell wird, stellt sich immer wieder die selbe Frage: Wo und mit wem muß in diesem Winter der immer dichter werdende Bewuchs entfernt werden? Die Gleisrotte ist ein kleiner, aber nicht minder aktiver "Haufen" von aktiven Mitgliedern unseres Vereines. lm Durchschnitt stehen an den Einsatzsamstagen etwa 5 Helfer ab 9.30
Uhr am Einsatzort. Nach einer kurzen Einführung in die Unfallverhütungsvorschriften (fordert die Berufsgenossen-schaft Bahnen bei der unser Verein Mitglied ist) durch unseren Vorsitzenden geht es mit Kettensäge, Heckenscheren und Heugabeln an die Arbeit. Dabei ist zu bemerken, dass alle Rottenmitarbeiter die mit der Kettensäge arbeiten einen Kurs beim Forstrevier Boll in der Handhabung von Motorsägen absolviert haben und mit der nötigen Schutzkleidung ausgerüstet sind. Obwohl in den etwa 6 Arbeitsstunden immer einiges geschafft wird, wird doch ersichtlich, dass mit einer Handrotte der jedes Jahr stärker werdende Bewuchs nicht mehr im vollen Umfang entfernt werden kann. Selbst wenn man sich auf "harte Bewuchsstellen" konzentriert, wird die Arbeit immer schwieriger. Somit ist die Gleisrotte froh, wenn Hilfe von Dritten möglich ist. Ganz besonders bedanken möchten wir
uns an dieser Stelle bei der Gleisbaufirma L. Weiss, die uns jedes Jahr mit einem Zweiwegebagger unterstützt. Dieser Bagger ist meistens im Bereich Holzheim - Bahnhof Schlat eingesetzt. Zur Abfuhr der großen Mengen von anfallendem
Reissig muss dann auf die Dienstleistung von Landwirten zurückgegriffen werden. Wie bereits vorne berichtet,
halfen uns im Jahr 2004 südafrikanisch Beurenziegen. Aber
bis es soweit war, mussten Vorarbeiten geleistet werden. Jeder der zu erhaltenden Obstbäume an den Bahndämmen im Eschenbacher Bahnhofsbereich, etwa 40 Stück, mussten mit einem Freischneider rund um den Stamm freigeschnitten
werden und dann ca. zwei Meter hoch mit Verbissschutz (Münsterkalk mit Verbissschutzmittel) gestrichen werden! Erst dann konnte durch unseren Ziegenhalter Siggi Hensler der Elektrozaun gelegt werden. Obwohl die Tiere acht Wochen lang ganze Arbeit geleistet haben, waren doch noch etliche Nacharbeiten fällig.

So musste teilweise der sehr dichte Bewuchs von Brombeeren, vor denen selbst die Burenziegen kapitulierten mit einem Schlegelmähwerke entfernt werden Da auf dem nördlichen Bahndamm eine ausgewachsene Fichtenhecke stand, aus der sich die reinsten Bäume entwickelten, wurde beschlossen diese im Winter 2004/2005 komplett zu entfernen. Da der vorletzte Winter ähnliche Schneefälle bis Ende Februar wie dieses Jahr verursachte, mussten an manchen Samstagen die Fällarbeit
komplett ruhen. Aber Mitte März war es soweit, der letzte Baum wurde gefällt. Auch bei diesen Arbeiten bekamen wir Unterstützung. Ein Mitglied von den mit dem Förderverein befreundeten Göppinger Naturfreunden half mit seinem Traktor bei den nötig gewordenen Rückearbeiten. Mit einer
Seilwinde wurden die Stämme vom Bahndamm heraufgezogen. Wiederum besorgte ein Landwirt die
Abfuhr der großen Mengen an kleingesägtem Holz und Reissig. Teilweise sind die "fremdvergebenen Arbeiten" mit Kosten verbunden, die bei verschiedenen Veranstaltungen
des Fördervereines erst wieder erwirtschaftet werden müssen.   (bt)

[weiter zu Teil 4]

Chronologie

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