Die Voralbbahn

Die Voralbbahn

Göppingen - Bad Boll

Göppingen - Bad Boll

 

 Archiv 2003

 

"Technotop" - Pflege als
             Gemeinschaftsaktion
EIN NEUER ZUG IM KREIS e.V.

Im Frühjahr und Herbst des vergangenen Jahres wurde auf der Bahntrasse Göppingen - Boll von den Naturfreunden Göppingen und dem Naturkundeverein, in Zusammenarbeit mit dem Förderverein EIN NEUER ZUG IM KREIS eine botanische Erhebung durchgeführt. Ziel dieser Begehungen war es festzustellen, welche schützenswerte standorttypische Pflanzen sich links und rechts der Trasse angesiedelt haben, und wie man diese erhalten kann. Zugrunde gelegt wurde zum Einen, dass das fast von Göppingen nach Boll durchgehende Biotop erhalten bleibt, zum Anderen, dass die Gleistrasse vom störenden Bewuchs freigehalten werden kann. Die Ergebnisse dieser Erhebung und die daraus nötigen Aktionen wurden den Bürgermeistern der Anliegergemeinden überreicht.
Der Förderverein EIN NEUER ZUG IM KREIS hält bereits seit mehreren Jahren die eigentliche Gleistrasse so gut es geht vom Bewuchs frei, die Flächen rechts und links der Trasse blieben aber in diesem Zeitraum unangetastet. Zur Erstellung eines so genannten "Technotopes", die Verbindung zwischen der Technik, also der Gleistrasse, mit dem angrenzenden Biotop ist der Aufwand erheblich größer, da hierbei auch Großgeräte eingesetzt werden müssen.
Als "Pilotprojekt" einer Gemeinschaftsaktion von Grundstücksbesitzern und den beteiligten Vereinen wurden ca. 300 m Trasse am Eschenbacher Bahnhof in Richtung Heiningen ausgewählt. Auf diesem Abschnitt befinden sich mehrere schützenswerte alte Obstbäume, die völlig eingewachsen sind. Weiter ist die Trasse durch starken Eschenbewuchs gefährdet. Dank des Entgegenkommens der Gemeinde Eschenbach konnte zum ersten Mal eine Gemeinschaftsaktion diesbezüglich durchgeführt werden.
Nachdem bereits im Dezember 2002 vom Förderverein die Gleistrasse vom Bewuchs freigemacht wurde, startete letzte Woche die Gemeinschaftsaktion: Am Montag und Dienstag fällten Mitarbeiter des Verbandsbauhofes die Eschen an den Bahndämmen. Am Mittwoch war dann der von der Baufirma Weiss dem Förderverein EIN NEUER ZUG IM KREIS zur Verfügung gestellte Zweiwegebagger an der Reihe. Mit Hilfe einer Schneideeinrichtung wurden die Obstbäume an den Bahndämmen vom störenden Bewuchs befreit. Mit der dem Förderverein gehörenden Transportdraisine wurde ca. 150 Kubikmeter Schnittgut zur Verladestelle abgefahren. Den Transport zum Kompostplatz besorgten dann wiederum die Männer vom Verbandsbauhof.

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Chronologie

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