Die Voralbbahn

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Göppingen - Bad Boll

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 Archiv 2003

 

Rückschneidearbeiten
EIN NEUER ZUG IM KREIS e.V.

Artikel in der NWZ vom 20.02.2003

PILOTPROJEKT
Am "Technotop" Boller Bahntrasse wurde gestern mit den gemeinsamen Pflegemaßnahmen begonnen
Mit etwas Glück gibt es im Herbst eine Apfelsaft-Bar

  • Ein Pilotprojekt in Sachen "Technotop-Pflege"
    haben die Gemeinde Eschenbach, die Göppinger Naturfreunde und der Förderverein "Ein neuer Zug im Kreis" gestern an der stillgelegten Boller Bahntrasse gestartet.
    Andreas Pflüger
     
  • ESCHENBACH Im vergangenen Jahr wurde die Strecke abgewandert und kartiert. Bei den Boller Eisenbahntagen stellte man die Ergebnisse dann der Öffentlichkeit vor. Gestern gings nun ans Eingemachte: In einem Pilotprojekt legten Bauhof-Mitarbeiter der Gemeinde Eschenbach sowie Mitglieder der Göppinger Naturfreunde und des Fördervereins "Ein neuer Zug im Kreis" richtig Hand an. Auf einer Länge von rund 300 Metern, beginnend am Eschenbacher Haltepunkt, wurden links und rechts der stillgelegten Bahntrasse die alten Obstbäume freigestellt.

    Brombeersträucher und Eschen, die hier nicht hingehören, hatten die Böschung in Beschlag genommen. Im Zuge der Biotopkartierung waren sich die Verantwortlichen klar geworden, "dass wir anpacken müssen, wenn das Technotop in seiner gewachsenen Form erhalten bleiben soll", beschreibt Thilo Keierleber die Beweggründe der Organisatoren. Der Umweltreferent der Naturfreunde war einer von acht Helfern, die gestern mit Schneidbagger, Motorsäge und Transportwagen - die Göppinger Baufirma Weiss hatte die Gerätschaften zur Verfügung gestellt - für Licht im Bahndammgestrüpp sorgten.

    "Neben den Männern vom Bauhof und dem Weissschen Baggerführer sind hier auch vier Ehrenamtliche am Schaffen", sagt Peter Blum. Dies freut den Vorsitzenden von "Ein neuer Zug im Kreis" besonders: "Immerhin mussten die Leute einen Tag Urlaub nehmen." Im Einsatz war außerdem der pensionierte Gleisbauer Rolf Höfle. Fachlicher Rat war schließlich von Nöten.

    Dass mit dem Pflegeprojekt ausgerechnet in Eschenbach begonnen wurde, kommt ebenfalls nicht von ungefähr. Zum einen ist die Trasse hier schon Gemeindeeigentum und "zum anderen haben wir gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht, weil man uns hier sehr weit entgegen kommt", erklärt Blum.

    Ganz generell sind die Umweltschützer mit ihren Anliegen aber keineswegs auf taube Ohren gestoßen. Die Bürgermeister der Anliegerorte, am Montag wird abschließend noch Göppingens OB Frank informiert, seien vom Trassenerhalt einerseits und von der Biotoppflege andererseits sehr angetan.

    "Und dann hoffen wir eben, dass unsere Maßnahmen, die nach und nach in private Hände übergehen sollen, Wirkung zeigen, so dass wir im Herbst in Eschenbach zum ersten großen Apfelsaftausschank einladen können", grinst Keierleber.

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